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Waldzustandsbericht 2010

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Waldzustand verbessert

Löwenstein, 04.02.2011

 

Der Wald hat als Lebens- und Wirtschaftsraum eine herausragende Bedeutung für uns alle. Daher setzt Deutschland seit nunmehr mehreren Jahrzehnten auf ein breites Bündel an Luftreinhalte-, Kompensations- und Fördermaßnahmen, um das Ökosystem Wald nachhaltig zu erhalten und zu pflegen. Angesichts der sich verändernden Umwelt- und Klimabedingungen gilt es, diese Maßnahmen fortwährend anzupassen. Die Daten der Messnetze und Fallstudien der forstlichen Umweltüberwachung lassen diese Veränderungen und die Auswirkungen für die Waldbestände erkennen.

So nehmen wir von Falkenstein Stellung zur diesjährigen Waldzustandserhebung in Deutschland.

Für die Vitalität der Bäume ist die sogenannte Kronenverlichtung das entscheidende Maß. Sie beschreibt, wie dicht, groß und verfärbt die Blätter und Nadeln in der Baumkrone sind. Die Einschätzung der Kronenverlichtung erfolgt im Vergleich zu einem voll benadelten beziehungsweise voll belaubten gesunden Baum der jeweiligen Art in 5 % – Stufen. Diese werden zu Schadstufen von 0 bis 4 zusammengefasst. Schadstufe 0 bezeichnet einen Baum ohne Kronenverlichtung. Als Schadstufe 3 bis 4 würde ein Baum eingestuft werden, welcher eine äußerst starke Kronenverlichtung besitzt oder schon abgestorben ist.

Zusammenfassend lässt sich für das zurückliegende Jahr 2010 sagen, dass sich der Zustand unserer Wälder im Vergleich zum Vorjahr verbessert hat. Die Verbesserung geht dank der markanten Erholung der Buche einher. Baumarten wie beispielsweise die Kiefer haben sich im Vergleich zu 2009 im Bundesdurchschnitt kaum verändert, liegen dieser Baumarten jedoch auch regional gegenläufige Entwicklungen zugrunde.

Nicht so gut hat sich hingegen die Eiche entwickelt. Eine Fortsetzung der Erholung, welche die letzten Jahre abzuzeichnen war, konnte nicht fortgeführt werden. Hier gab es rückläufig zu verzeichnende Situation, sind doch die Anteile der Kronenverlichtungen der Eichenkulturen in den Deutschen Wäldern gestiegen.

Im Durchschnitt aller Baumarten beträgt der Anteil der deutlichen Kronenverlichtungen (Schadstufe 2 bis 4) 23 %. Zum Vergleich: Im Jahr 2009 waren es noch 27 %. Somit kann man hier ein positives Plus verzeichnen. Auf die Warnstufe entfallen dabei 39 %. Ohne Verlichtung waren 38 % (im Jahr 2009 nur 36 %). Die mittlere Kronenverlichtung hat sich weiter von 19,7 % auf 19,1 % verringert. Nach Berichten aus den Bundesländern haben sich die Fraßschäden durch Insekten wieder intensiviert und wurden durch Mehltau am Neuaustrieb noch verschärft.

(Quelle: BMEL)

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