post@falkenstein-forst.de
+49 7130 57 89 023
Falkenstein Forst > News > Presseerklärung > Waldzustandsbericht 2011
Falkenstein Forst Aufforstung, Ökopunkte Forstwirtschaft

Waldzustandsbericht 2011

  • Oeffentlichkeitsbeauftragter
  • Presseerklärung
  • Keine Kommentare

Internationales Jahr der Wälder fällt spärlich aus

Löwenstein, 05.02.2012

 

Im Durchschnitt aller Baumarten beträgt der Anteil der deutlichen Kronenverlichtungen im Jahr 2011, hier Schadstufe 2 bis 4, 28 %. Im Vergleich zum Jahre 2010 bedeutet dies ein Wachstum von ganzen 5 %. Auf die Warnstufe entfallen 35 %. Ohne Verlichtung waren heribei 37 %, welche eine minimale Verbesserung von einem Prozentpunkt im Vergleich zum Vorjahr darstellt.

Schauen wir uns die einzelnen Baumarten im einzelnen an:

Hatte sie sich im Vorjahr noch erholen können, so zeigt die Buche einen markant schlechteren Kronenzustand. Dies ist aber vor allem auf die starke Fruchtbildung bei dieser Baumart zurückzuführen. Bei der Buche übertrifft der Anteil der deutlichen Kronenverlichtungen mit 57 % sogar den bisherigen Höchststand von 2004. Gegenüber dem Vorjahr (33 %) entspricht dies einer Zunahme um 24 Prozentpunkten. Nur noch 12 % waren ohne Verlichtung (2010: 20 %). Die mittlere Kronenverlichtung stieg von vormals 23,3 % auf 30,4 % und erreicht damit ähnliche Ausmaße wie 2004. Noch nie seit Beginn der Erhebungen wurde eine derart intensive Bildung von Früchten (Fruktifikation) beobachtet. Über 90 % der Bäume im Alter von über 60 Jahren waren daran beteiligt.

Bei der Buche besteht ein enger Zusammenhang zwischen Fruktifikation und Kronenverlichtung. Die Bildung der schweren Früchte bindet bedeutende Energie-Ressourcen der Bäume und das geht auf Kosten der Blattbildung und des Holzzuwachses einher. Bei diesem Kraftakt dürfte die Buche auch unter der angespannten Wasserversorgung im Frühling und im Frühsommer gelitten haben.

Fichte und Kiefer sind im Bundesdurchschnitt wiederholt nahezu unverändert.

Die Eiche hat sich hingegen deutlich erholt. Positiv auf den Kronenzustand der Eichen hat sich ausgewirkt, dass es dieses Jahr weniger Fraßschäden durch Schmetterlingsraupen und kaum Befall durch Mehltau gab.

Was weiterhin positiv in Bezug auf den Kalamitäten-Befall zu vermerken ist, ist die Tatsache, dass aufgrund der im Juli 2011 einsetzenden kühlen regnerischen Witterung, die in weiten Teilen Deutschlands auch im August 2011 noch anhielt, die aufgrund des warmen und trockenen Frühjahrs drohende Massenvermehrung von Borkenkäfern zum erliegen gekommen ist.

(Quelle: BMEL)

Diese Website benutzt Cookies. Durch die weitere Nutzung der Website falkenstein-forst.de stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.