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Waldzustandsbericht 2012

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Verbesserung des Waldzustandes

Löwenstein, 10.02.2013

 

Zu Beginn des neuen Jahres 2013 wollen wir einen Blick zurückwerfen und reflektieren, inwieweit sich die forstliche Situation in Deutschland verändert hat. Hierfür orientieren wir uns an den Berichten zur Waldzustandserhebung 2012 des Bundeslandwirtschaftsministeriums.

Zusammenfassend kommentiert Gerald Glasauer von Falkenstein Forstmanagement die Lage so, dass sich der Waldzustand gegenüber dem Vorjahr verbessert hat. Die Buche sowie die Kiefer verzeichnen deutliche Verbesserungen im Bereich des Kronenzustandes. Während sich der Zustand der Fichte kaum verändert hat, verschlechterte sich der der Eiche.

Im Durchschnitt aller Baumarten beträgt der Anteil der deutlichen Kronenverlichtungen (Schadstufen 2 bis 4) 25 %. Im Jahr 2011 waren es 28 %. Auf die Warnstufe entfallen dabei 36 %.
Bei der Fichte beträgt der Anteil der deutlichen Kronenverlichtungen unverändert 27 %. Auf die Warnstufe entfallen 35 % (2011: 33 %).

Die Kiefer zeigt einen Anteil der deutlichen Kronenverlichtungen von 13 % auf und hat sich damit um 2 Prozentpunkte verbessert. Auf die Warnstufe entfallen 39 % (2011: 42 %). Ohne Kronenverlichtung waren 50 % (2011: 45 %). Das ist das beste Ergebnis seit Beginn der Erhebungen.

Bei der Buche hat sich der Anteil der deutlichen Kronenverlichtungen um 19 Prozentpunkte von 57 % auf 38 % verringert. Auf die Warnstufe entfallen 40 % (2011: 31 %). Die hohe Verlichtung des Jahres 2011 war u. a. eine Folge der starken Fruktifikation.
Dieses Jahr haben die Bäume fast gar keine Früchte getragen und konnten sich daher sehr gut erholen. Allerdings ist die Kronenverlichtung der Buche gegenüber den Werten vor 2004 weiterhin erhöht. Im Jahr 2004 hatte sich der Kronenzustand der Buche nach dem extremen Sommer 2003 stark verschlechtert; eine vollständige Erholung ist seither nicht eingetreten.

Bei der Eiche ist der Anteil der deutlichen Kronenverlichtungen auf 50 % (2011: 41 %) angestiegen. Auf die Warnstufe entfallen 33 % (2011: 38 %). Die gegenwärtige Phase mit hoher Kronenverlichtung hält nun schon seit zehn Jahren an und wird geprägt durch Fraßschäden verschiedener Schmetterlingsraupen, auf die oft Mehltaubefall am neuen Austrieb folgt.

Anhand dieser Ergebnisse sind wir uns bei Falkenstein Forstmanagement darüber einig, dass die deutschen Wälder hohes Aufholpotenzial in puncto Gesundheit haben und es allzu realistisch ist, durch nachhaltig betriebene Forstwirtschaft das allgemeine Waldbild stark zu verbessern und den zahlreichen Wildtier- und Pflanzenarten ihr gewohntes Habitat zurückzugeben.

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