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Schädlings-Situation 2016 in Deutschland

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Schädlings-Bericht

Löwenstein, 04.07.2016

 

Im Jahr 2016 sehen wir die Notwendigkeit, die Situation des Waldes im Hinblick auf den Schädlingsbefall erneut zu betrachten. Die Herausforderungen von Waldbesitzern durch die parasitären Arten im Vergleich zu den letzten Jahren haben noch weiter zugenommen.
Während zuletzt der Buchdrucker im Fokus stand, ist nun auch der Kupferstecher – beides Unterarten der Borkenkäfer – präsenter auf der Bildfläche und sorgt für wirtschaftliche Schäden.

Für Waldbesitzer wird es zunehmend aufwändiger, den rasanten Entwicklungen der Borkenkäfer-Populationen nachzukommen und das befallene Stammholz abzutransportieren, um eine weitere Verbreitung zu verhindern.
So legen die Populations-Niveaus der Schädlingsarten seit Jahren stetig zu und einige klimatische Ereignisse der Vorjahre legten eine Grundlage dafür.

Dass der Sommer im Jahr 2015 trocken und heiß war, sowie zu wenig Niederschlag vorweisen konnte, sorgte für eine hohe Reproduktionsrate der Borkenkäfer, die ihre Larven in schmale Gänge legen, die sie in das Holz gebohrt haben.
Der Sturm Felix, der zu großen Mengen Schadholz und Totholz führte, schaffte ebenso einen Nährboden für die Schädlinge. Im Normalfall müssen Massen der Schädlinge einen einzelnen Baum attackieren und haben dabei Schwierigkeiten mit dessen Abwehrmechanismen.
Im Falle des Schadholzes jedoch kann der Baum sich nicht mehr wehren und die Parasiten kommen schnell und problemlos in das Holz, wo sie dann ihre Larven ausbrüten können. Es ist also deutlich zu sehen, dass ein stetig wärmer werdendes Klima sowie sich häufende Extrem-Wettersituationen zugunsten der Borkenkäfer sind und damit auch besonders Baumarten betroffen sind, die für nasse und kältere Klimata geschaffen sind.

Eine wichtige Lehre daraus besteht also in einem Umdenken bei der Bestockung und Aufforstung von Waldflächen: Die Baumbestände müssen so gewählt werden, dass sie dem Klima gegenüber resistenter werden.
Mit dieser Erkenntnis werden Waldbesitzer im großen Stil wieder ertragreichere Jahre bekommen. Wir von Falkenstein Forst erneuern hier unseren Appell und betonen nochmals unsere Meinung: Ein Baumsortiment, das gut auf die klimatischen Veränderungen vorbereitet ist, wird auch weniger Schädlingsbefall vorweisen. Wenn man die Art der Bestockungen verändert, indem sinnvoll aufgeforstet wird, kann man einen positiven Kreislauf erzeugen. Die Umsetzung eines solchen Kreislaufs wird von Falkenstein noch verfeinert und optimiert auf Basis aller gewonnenen Erkenntnisse der letzten Jahre.

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