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Waldzustandsbericht 2016

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Wälder bleiben stabil

Löwenstein, 04.02.2017

 

Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren, konnte sich die leichte und stetige Verbesserung der Wälder in Deutschland im Jahr 2016 nicht fortsetzen. Der Zustand der wesentlichen Baumarten wie Fichte, Kiefer, Eiche und Buche sind vergleichbar mit den Vorjahreswerten. Andere Nadelbäume haben sich zwar leicht verbessert, jedoch ist im Durchschnitt aller Baumarten kein klarer Trend auszumachen.

Im Durchschnitt aller Baumarten betrug im Sommer 2016 der Anteil der deutlichen Kronenverlichtungen (Schadstufen 2 bis 4), 28 %. Im Jahr 2015 wurden noch 24 % gemessen. Auf die Warnstufe entfielen dabei 41 % (2015: 43 %). Ohne Verlichtung waren 31 % (2015 waren es 33 %). Die mittlere Kronenverlichtung ist von 20 % auf 21,2 % gestiegen.

Einzelne Baumarten im Überblick:

Fichte:    deutliche Kronenverlichtungen von 28 % auf 31 % / Warnstufe von 37 % auf 34 % gesunken

Kiefer:    deutliche Kronenverlichtungen von 13 % auf 14 % / Warnstufe konstant 51 %

Eiche:    deutliche Kronenverlichtungen von 36 % auf 28 % gefallen / Warnstufe von 40 % auf 48 %

Die Eiche hat sich glücklicherweise weiter erholt. Damit setzt sich der positive Trend der letzten Jahre fort, obwohl auch die Eiche unter den zunehmenden Kalamitäts-Vorfällen, begünstigt durch Insekten, leidet.

Buche:    deutliche Kronenverlichtungen von 33 % auf 52 % / Warnstufe von 36 % auf 45 %

Wie schon 2014 haben die Buchen üppig Bucheckern getragen. Dies hat sich auf den Kronenzustand ausgewirkt. Die Häufigkeit von sogenannten Mastjahren, das sind Jahre, in denen ein großer Teil der Buchen Früchte trägt, hat gegenüber früher zugenommen. Mastjahre wurden in den letzten zwanzig Jahren alle zwei bis drei Jahre beobachtet. Noch Anfang des 20. Jahrhunderts traten sie weitaus seltener auf. Als disponierende Faktoren für Blüte und Fruchtbildung gelten Sommerwärme im Vorjahr und gute Stickstoffversorgung.

Nach den Ergebnissen der Bodenzustandserhebung im Wald sind die Buchen auf gut einem Viertel der Erhebungspunkte mit Stickstoff überversorgt, auf fast drei Vierteln der Erhebungspunkte liegt die Stickstoffversorgung im Normalbereich.

(Quelle: BMEL)

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