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Waldbrand: Killer der Forstwirtschaft?

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Waldbrand: Killer der Forstwirtschaft?

Löwenstein, 26.05.2019

 

Statistisch ist es längst bewiesen. Die Anzahl der Waldbrände sowie der damit zerstörten Flächen nimmt in den letzten Jahren stetig zu. Ist das für ein Forstunternehmen besorgnis erregend?

Tatsache ist, dass es jedes Jahr Waldbrände gibt. Diese werden aber zum größten Teil von Menschen direkt verursacht, das heißt durch mutwilligen Vandalismus. Besonders hohe Waldbrandgefahr besteht zurzeit in Ost- und Süddeutschland. Das hängt mit den durch den Klimawandel bedingten häufigeren Trockenperioden und längeren Hitzeperioden zusammen.

So meint Raimund Engel, Forstdirektor Waldschutzbeauftragung Brandenburg, im Interview mit “Die Zeit”, dass Deutschland keineswegs in Flammen steht und man zudem von keinem extremen Waldjahr 2019 sprechen kann.

Der Vorteil, den Deutschland gegenüber anderen Regionen wie beispielsweise Kalifornien oder Russland hat, ist der, dass unsere Städte nicht direkt an die Wälder gebaut sind. So gibt es genügend Schneisen und Schutzzonen, damit sich ein großes Feuer nicht Flächendeckend ausbreiten kann.

Zudem, so Raimund Engel, gibt es gerade in Risikogebieten wie Brandenburg flächendeckend Kameras, welche Rauch und Staubwolken in Größe von 10 mal 10 Metern bereits aus 15 Kilometern Entfernung erkennen. Hinzu lässt sich anhand der Technik unterscheiden, ob es sich tatsächlich um brennendes Holz oder beispielsweise nur einen Plastikreifen handelt. Zudem kommen professionelle Drohnen für die Detektion zur Verhinderung von Flächenbränden zum Einsatz.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die technologische Bekämpfung von Waldbränden weiter voranschreitet. Auch der Deutsche Wetterdienst „schafft dafür eine sehr gute Grundlage“. Wetterstationen, Prognosen und Einstufungssysteme sind so hoch entwickelt, dass sich „das Risiko gut einschätzen lässt“, so Raimund Engel.

Statistiken der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung für das Jahr 2018 belegen, dass deutschlandweit 2.350 ha Waldflächen abgebrannt sind. Wenn man diese Zahl in Relation mit der gesamten Waldfläche Deutschlands von grob 11 Millionen ha setzt, ergibt sich ein Wert von 0,02 % durch Brände geschädigter Flächen in diesem Jahr.

Um dem Waldbrandrisiko zusätzlich entgegenzuwirken, setzen wir von Falkenstein auf feuchtere Mischwälder. Laubbaumarten sind weniger bedroht von Flächenbränden, da diese mehr Wasser speichern können. Durch einen Umbau der Monokulturen zu Plenterwäldern kann somit das Risiko deutlich minimiert werden.

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