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Deutsche Forstsituation 2019

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Deutsche Forstsituation

Löwenstein, 19.08.2019

 

Unsere heimischen Wälder sind zunehmend vom Waldsterben betroffen, welches neben Schädlingen auch auf extreme Wetterereignisse, lange Trockenperioden und zu warme Sommer und Winter zurückgeht.
Dieser Bericht beleuchtet die tragende Rolle des Waldes in unserer Gesellschaft und zueigt die Bedeutung für unser globales Ökosystem.

Die Kernpunkte hierbei sind einerseits die Gesundheit und der allgemeine Zustand des Waldes, andererseits aber auch die Bedeutung des Waldes als Karbon-Speicher sowie als Rohstoff-Lieferant für den Wirtschaftskreislauf.

Der Klimawandel zeigt signifikante Auswirkungen auf den deutschen Forst, der überwiegend aus Baumarten besteht, die schwer mit den neuen klimatischen Bedingungen zurechtkommen. 43 % sämtlicher Waldbestände auf dem Bundesgebiet gelten als massiv geschädigt – also fast die Hälfte der gesamten Waldflächen.

Mit einer Verlichtung des Kronendachs um über 27 Prozent zum Vorjahr wurde der tiefste historische Messwert im Jahr 2019 erreicht. Die Dürreperiode im Vorjahr 2018 und lange Hitzewellen haben den Boden ausgetrocknet und vielen Bäumen die Lebensgrundlage entzogen.

Das Falkenstein Forstmanagement erkennt dabei eine gegenläufige Entwicklung: Während viele Baumarten wie die heimische Gemeine Fichte oder auch diverse Laubbäume stark betroffen sind und große Teile der abgestorbenen Flächen ausmachen, geht es Beständen mit Kiefern, Douglasien oder Lärchen deutlich besser. Insofern sieht sich Falkenstein darin bestätigt – und möchte diese Empfehlung nochmals betonen – dass solche besser für den Klimawandel gewappneten Baumarten ideal für Aufforstungen geeignet sind.

Auf der anderen Seite steht die große Bedeutung des Waldes für unsere gesamte Biosphäre.
Rund 7 Milliarden Menschen leben im Jahr 2019 auf der Erde – und der Wald als Binder von Co² wird immer wichtiger. Denn ein Hektar Wald kann bis zu 13 Tonnen Co² jedes Jahr binden. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass der Baumbestand gesund ist.

Mit zur Zunahme der menschlichen Polulation und einem stetig steigenden Ausstoß von Kohlenstoffdioxid, wird die Bedeutung des Waldes immer zentraler; genau deshalb ist es von hoher Relevanz, den Wald schnellstmöglich robust zu machen und zukunftsfähig zu gestalten. Das kann jedoch nur durch die oben genannten gründlichen und durchdachten Aufforstungen bewältigt werden, wir bei Falkenstein nennen es Re-Greening.

Die Umtriebszeiten von Baumarten empfehlen wir zu reduzieren, die sich wegen der langfristigen Klimaveränderung ohnehin nicht behaupten werden können. Der verstärkte Erntehieb von gesundem Fichten-Schnittholz kommt so dem den Trockenschäden und dem Schadholz zuvor und bietet dem Forstgut im Vergleich zum Schadholz noch einen wirtschaftlichen Deckungsbeitrag um eine fachgerechte Wiederaufforstung und Waldpflege zu finanzieren.
Die Hiebflächen müssen in den folgenden 18 Monaten mit Baumarten aufgeforstet werden, die dem Klimawandel gegenüber resistent und damit besser für die Zukunft gerüstet sind. So gelingt es uns, auch in den kommenden Jahrzehnten den wichtigen Rohstoff Schnittholz in den Wirtschaftskreislauf einspeisen, während die Forstflächen aktiv für die kommenden Herausforderungen gerüstet werden.

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