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Waldzustandsbericht 2019

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Löwenstein, 06.04.2020

 

Der Deutsche Wald ist auch im Jahr 2019 noch beeinflusst von den Folgen der vergangenen Saisons, welche geprägt waren von extremen Wetterereignissen und starkem Schädlingsbefall.

So hat sich der Kronenzustand bei nahezu allen Baumarten verschlechtert. 2019 hat sich der Anteil an Schadstufen 2 bis 4 und die mittlere Kronenverlichtung bei allen Baumarten weiter zugenommen. Zwischen 2018 und 2019 sind überdurchschnittlich viele Bäume abgestorben.

Im Durchschnitt aller Baumarten betrug im Sommer 2019 der Anteil der deutlichen Kronenverlichtungen (Schadstufen 2 bis 4) 36 %. Gegenüber 2018 ist dies ein Anstieg um 7 Prozentpunkte. Auf die Warnstufe entfielen 42 % (2018: 43 %). Ohne Verlichtung waren nur noch 22 %; 2018 waren es 28 %. Die mittlere Kronenverlichtung ist von 22 % auf 25,1 % gestiegen.

Einzelne Baumarten im Überblick:

Fichte: deutliche Kronenverlichtungen von 30 % auf 36 % / Warnstufe von 40 % auf 36 % gesunken

Kiefer: deutliche Kronenverlichtungen von 15 % auf 26 % / Warnstufe von 54 % auf 56 %

Buche: deutliche Kronenverlichtungen von 39 % auf 47 % / Warnstufe von 42 % auf 37 % gesunken

Eiche: deutliche Kronenverlichtungen von 42 % auf 50 % / Warnstufe von 38 % auf 33 % gesunken

(Quelle: BMEL)

Wie schätzt Falkenstein die Lage ein?

Wir sind klar davon überzeugt, dass der Wald in seiner heutigen zusammensetzung dem Klimawandel und seinen Folgen nicht gewachsen ist.  Beginnend von den umfangreichen Nachkriegs-Aufforstung bis in die 90er Jahre hinein, war der Brot- und Butterbaum der deutschen Forstwirtschaft die gemeine Fichte. Sie wurde flächig in Monokulturen kultiviert. In Ostdeutschland geschah das selbe im Ausbau mit groß angelegten Kiefernpflanzungen.  Gerade die gemeine Fichte zeigt heute die größten Kalamitätsrisiken auf.

Wir bei Falkenstein sind der Meinung, dass die Wirtschafts-Forste mit ihren Monokulturen keinen Bestand mehr haben.

Daher streben wir bei Falkenstein Forst Plenterwälder an, sich stets selbst verjüngende Misch- und Dauerwälder. Diese sind neben den Laubbaumarten geprägt von klimaresistenten Zukunftsbaumarten wie der Douglasie, der Lärche, aber auch der Kiefer sowie einzelnen Tannenarten.

Falkenstein tritt an, den Wald nachhaltig umzugestalten und unsere Philosophie mit der Öffentlichkeit zu teilen.

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