post@falkenstein-forst.de
+49 7130 57 89 023
Falkenstein Forst > News > Presseerklärung > Holzpreisentwicklung im Jahr 2020
Holzpolter

Holzpreisentwicklung im Jahr 2020

  • Oeffentlichkeitsbeauftragter
  • Presseerklärung
  • Keine Kommentare

Holzpreisentwicklung

Löwenstein, 03.12.2020

 

Im Zuge der Corona-Pandemie lohnt es sich, einen genaueren Blick auf die Holzpreisentwicklung zu werfen und zu analysieren, inwieweit der Rundholzpreis von den generellen wirtschaftlichen Schwierigkeiten erfasst wird.

Im Handel erfuhren die Rundholzpreise einen signifikanten Anstieg, was unter anderem gerade aufgrund der Pandemie passiert: Die Menschen renovieren ihre Häuser. In der Folge hatte viele Zimmerleute prall gefüllte Auftragsbücher und auch Baumärkte, solange sie geöffnet sein durften, profitierten. Es werden große Mengen Bau- und Parkettholz nachgefragt.

Bei Waldbesitzern, die den Beginn der Wertschöpfungskette darstellen, kam diese Entwicklung nicht vollständig zum Tragen.
Wie von Falkenstein in früheren Mitteilungen zu den Waldzustandsberichten erläutert, leidet der Wald unter Trockenheit und Schädlingsbefall. Durch diese Faktoren war noch aus den Vorjahren genug Holz auf dem Markt, so dass viele Waldbesitzer Schwierigkeiten hatten, das Jahr mit einer schwarzen Null zu beenden.
Der Einzelhandel jedoch kann die Stellschrauben bei den Preisen so anpassen, dass die Endverbraucher trotzdem den vollen Preis für die fertigen Produkte bezahlen, wobei signifikante Gewinne durch den günstigen Einkauf entstehen.

So war die Fichte beispielsweise eine der am stärksten von der Trockenheit betroffenen Baumarten, der Preis je Festmeter fiel auf ein historisches Tief. Auch andere Baumarten wie Kiefer, Eiche oder Buche waren betroffen.
Erst im letzten Viertel des Jahres zogen viele Waldbesitzer die Notbremse und reduzierten den Einschlag drastisch, sowohl auf Schadholz als auch auf gesundes Holz bezogen. Damit konnte auf künstliche Weise zumindest einigermaßen Knappheit erzeugt werden, was sich in den Berichten von vielen Sägewerken widerspiegelt, deren Aufträge gegen September und Oktober 2020 sukzessive zurückgingen. Durch diese Maßnahme konnten dann auch die Waldbesitzer wieder höhere Preise erwirtschaften, bleiben dafür jedoch auch auf größeren Mengen sitzen, die sie weiter im Bestand halten müssen.

Trotzdem ist dieses Detail die entscheidende Erkenntnis für Falkenstein, die so auch aktiv alle anderen Waldbesitzer betrifft. Eine Situation, in der der Einzelhandel alle signifikanten Erträge erzielt und die Forstwirtschaft, die den Rohstoff Holz bereitstellt, nur einen Bruchteil davon erhält, ist nicht akzeptabel.

“Jeder Waldbesitzer muss sich zu jedem Zeitpunkt klar sein, dass er am längeren Hebel sitzt und nicht gezwungen ist, unter Wert zu verkaufen. Ohne den Rohstoff Holz wird es nicht funktionieren. Jedes Glied der Wertschöpfungskette sollte einen fairen Anteil erhalten. Diese Stärke hat jeder Waldbesitzer und er oder sie muss sich ihrer bewusst werden”, so Jan Steinmacher von Falkenstein Forstmanagement.

Diese Website benutzt Cookies. Durch die weitere Nutzung der Website falkenstein-forst.de stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.