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Waldzustandsbericht 2020

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Ältere Wälder zunehmend bedroht

Löwenstein, 28.02.2021

 

Dass der deutsche Wald mit zahlreichen Problemen zu kämpfen hat, ist den Lesern seit Beginn der Berichterstattung bei Falkenstein Forstmanagement im Jahre 2010 bekannt. Auch ein Jahrzehnt später, im Jahre 2020, hat sich der Kronenzustand vieler Baumarten weiter verschlechtert. So liegt die mittlere Kronenverlichtung im Durchschnitt aller Baumarten bei 26,5 %. Einen solch hohen Wert hat es noch nie gegeben. Nur noch 21 % aller Bäume weisen keine Kronenverlichtungen auf.
Auffällig ist in diesem Jahr die hohe Sterberate von Wäldern, welche schon über 60 Jahre alt sind.

Hier die einzelnen Baumarten im Überblick:

Fichte: deutliche Kronenverlichtungen von 36 % auf 44 % / Warnstufe von 36 % auf 35 % gesunken.

Die Fichte weist unter den anderen Baumarten die höchste Mortalitätsrate (Sterberate) auf.
Auch die Fruchtbildung ist in diesem Jahr so stark ausgeprägt, wie es zuletzt im Jahr 2018 der Fall war.

Kiefer: deutliche Kronenverlichtungen konstant bei 26 % / Warnstufe von 56 % auf 54 % gesunken / weniger Fruchtbildung wie 2019

Buche: deutliche Kronenverlichtungen von 47 % auf 55 % (vor allem 60+) / Warnstufe von 37 % auf 34 % gesunken

Ermittlungen zeigen, dass die Buche in immer kürzeren Abständen intensiver fruktifiziert.

Eiche: deutliche Kronenverlichtungen von 50 % auf 38 % gesunken / Warnstufe von 33 % auf 42 %

Die Eiche zeigt Anzeichen einer Regeneration, befindet sich jedoch vorerst noch auf hohem Schadensniveau. Das Mastjahr 2020 viel deutlich stärker aus, als dies noch im Vorjahr der Fall war.

(Quelle: BMEL)

Schlussfolgerung von Falkenstein Forstmanagement:

Mit Blick auf die Waldzustandserhebung sehen wir eine Herabsetzung der üblichen hohen Umtriebszeiten bei der Fichte weiterhin als sinnvoll an. Die Ergebnisse zeigen, dass insbesondere ältere Fichten den sich veränderten Umweltbedingungen nur noch bedingt standhalten können.
Besonders die unter Kalamitäten leidende Fichte wird in den kommenden Jahrzehnten wohl nur noch als Bestandteil diversifizierter Mischwälder vorkommen, allerdings nicht mehr in Monokulturen. Durch den sukzessiven Umbau von Monokulturen hin zu Mischwäldern kann dem Schädlingsbefall entgegengewirkt werden.

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