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Waldboden_Kiefern-Samen

Bodenzustandserhebung 2019

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Zweite Bodenzustandserhebung vielversprechend

Löwenstein, 30.09.2019

 

Die Umwelt und das Klima profitieren von gesunden Waldböden. Denn der Zustand des Waldbodens ist eine endliche Ressource und die Verbesserung seines Zustandes ist für den Klima- und Umweltschutz von besonderer Bedeutung. Der Wald, die nachhaltige Waldbewirtschaftung und die Verwendung von Holzprodukten tragen entscheidend dazu bei, Treibhausgase zu mindern und die ambitionierten Klimaziele der Bundesregierung zu erreichen.

So erfüllen die Waldböden wichtige Funktionen, sind sie doch Produktionsgrundlage unserer Forstwirtschaft. Sie filtern und speichern Wasser, sind Lebensraum für ein vielfältiges Artenreichtum sowie Standort wie Nährstoffquelle für die Vegetation. Sie speichern erhebliche Mengen an Kohlenstoff und Stickstoff und sind damit ein wichtiges Element im Kreislauf klimarelevanter Spurengase, wie Kohlendioxid, Distickstoffoxid (Lachgas) oder Methan.

Der Waldboden bis in 90 cm Tiefe, inklusive der Humusschicht, enthält mehr als die Hälfte des gesamten in Wäldern gespeicherten Kohlenstoffs: 1.321 Millionen Tonnen (119 Tonnen Kohlenstoff je Hektar). Sie speichern jährlich rund 15 Millionen Tonnen Kohlendioxid und entlasten so die Atmosphäre. Damit leisten Waldböden aktiven Klimaschutz. Rund ein Viertel der bei der Kohlenstoffinventur 2017 festgestellten Netto-Kohlenstoffbindung der Wälder wird somit von den Waldböden geleistet.

Funktionsfähige Böden sind somit eine wesentliche Voraussetzung für stabile Waldökosysteme und für unsere nachhaltige, naturnahe Waldbewirtschaftung.

Die nachhaltige Waldbewirtschaftung der deutschen Waldbesitzer und Förster erzielt positive Effekte. Dank verbesserter Luftreinhaltung, Waldumbau und Bodenschutzkalkungen haben die Waldböden begonnen, sich zu erholen. Das zeigen uns die Auswertungen zahlreicher Wissenschaftler des Bundes und der Länder in der insgesamt zweiten Bodenzustandserhebung.

Die Ergebnisse sind durchweg positiv. Unsere Waldböden sind dabei, sich von den hohen Beständen an Luftschadstoffen zu regenerieren. Sie sind weniger sauer und besser mit basischen Nährelementen versorgt. Insgesamt sind die Bäume deshalb besser ernährt als dies noch vor 25 Jahren der Fall war, als die erste Bodenzustandserhebung erstellt wurde.

(Quelle: BMEL, Kohlenstoffinventur 2017)

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