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Niederschlagswerte 2020 im Zuge des Klimawandels

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Niederschlag im Zuge des Klimawandels

Löwenstein, 09.09.2020

 

In Folge des Klimawandels werden unsere Wälder immer weniger mit den für sie überlebensnotwenigen Niederschlägen versorgt. So ist das Erscheinungsbild sowie die Wuchsleistung maßgeblich davon abhängig, wie hoch der Gesamtwasserhaushalt und die Wasserbilanz stehen. Diese ergibt sich aus der Differenz zwischen Niederschlag und Verdunstung. Entsteht hierbei ein negativer Wert, rechnet man mit Wassermangel. Außerhalb der Vegetationszeit, der Zeit in der sich die Tagestemperatur über 10 °C befindet, werden die Bodenwasserspeicher durch überflüssige Niederschläge gefüllt und speisen Gewässer.

Neben Temperaturerhöhungen sorgt der Klimawandel auch für eine Verteilung der abnehmenden Niederschlagsmenge. So kommt es in den Sommer – und Wintermonaten zu erhöhten Verdunstungsraten und starken Tendenzen, dass sich die Niederschläge auf die Wintersaison verschieben. Dabei wird zukünftig mit noch mehr Trockenheit in ohnehin schon betroffenen Gebieten wie Ostdeutschland zu rechnen sein. Im Umkehrschluss jedoch wird in den Regionen des nördlichen Raumes und des Mittelgebirges mehr Niederschlag fallen als verdunsten.

Wie können wir diesem Problem entgegenwirken?

Eine zentrale Rolle zur Unterstützung unserer Bäume im Kampf gegen den Wassermangel spielt ein gut gepflegter Humusboden. Humus ist Speicher und Puffer für Wasser, Nähr- sowie Schadstoffe und ist somit bedeutsam in der Anpassung an den Klimawandel.

Bei Falkenstein setzen wir auf eine Umstrukturierung der Wälder im Sinne von einem Wandel zu vermehrten Mischwäldern und Aufforstungen. Aufforstungen unter anderem daher, da die standortgemäße Bestockung wichtig ist, um der Vergrasung und besonders starkem Humusschwund infolge mikrobiellem Humusabbau und Bodenerosion zuvorzukommen.

Waldbauliche Maßnahmen hin zu Mischwäldern besitzen zudem den Nebeneffekt, dass wir durch die bessere Wasserspeicherung von Laubbäumen (diese transpirieren lediglich in der Vegetationsperiode) die stets wasserverbrauchenden Nadelbaumarten unterstützen kann.

Gerade in den ostdeutschen Forststandorten sieht Gerald Glasauer, Geschäftsführer der Falkenstein Forstmanagement diesen Umbau zu Mischwäldern als wichtige Maßnahme an, da die Kiefern in dortigen Wäldern bereits gute Anpassungsprozesse vorgenommen haben. So kann die Kiefer als Pfahlwurzler im Zuge geringer Wasseraufkommen selbstständig ihren Wasserhaushalt anpassen und damit adäquat vegetieren. Mit Niederschlägen über 500 mm liegt wir speziell in Brandenburg zwar bundesweit im unteren Tableau, jedoch sind wir mit diesen Niederschlagswerten noch immer im grünen Bereich.

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